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Flusskrebse

Flusskrebse sind eine Gruppe innerhalb der Zehnfußkrebse (Decapoda). Diese besitzen (wie der Name schon sagt) 5 Beinpaare. Ihr Körper ist in 2 Abschnitte geteil: einen Kopf-Brust-Bereich (Cephalothorax) und den Hinterlaib (Abdomen). Während der Panzer im Kopf-Brust-Bereich aus einem Teil besteht, ist er am Abdomen gegliedert.

Bei den Flusskrebsen ist das erste Beinpaar zu großen Scheren umgebildet, die restlichen 4 Beinpaare sind Laufbeine. An den Laufbeinen sitzen nach außen gerichtet Kiemen, mit denen die Krebse atmen.
Flusskrebse reagieren meist empfindlich auf Wasserverschmutzungen und dienen daher als Bioindikatoren.

Flusskrebse ernähren sich unter anderem von toten Tieren und abgestorbenen Pflanzen. Daher spielen sie als eien Art "Gesundheitspolizei" eine wichtige Rolle im Gewässersystem.
Die bei uns im See vorkommenden Flusskrebse sind eingeschleppte Arten ("Neozoen"), die die Krebspest übertragen und einheimische Arten verdrängen können. Deshalb bitte die Krebse nicht in andere Gewässer umsetzen und nicht in anderen Gewässern als Köder zum Angeln benutzen!

Weitere Infos über Flusskrebse könnt ihr unter anderem aus dieser Broschüre des Edelkrebs-Projektes in Nordrhein-Westfalen erhalten.

 

Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)

Familie: Astacidae

Der Signalkrebs kann eine Länge von 16 cm erreichen, die Weibchen bleiben meist kleiner. Durch ihre deutlich größeren Scheren werden die Männnchen wesentlich schwerer (bis 200 g) als die Weibchen (80 g).
Signalkrebse ähneln den einheimischen Edelkrebsen, aber durch einen hellen Fleck an der Oberseite des Scherengelenks leicht zu identifizieren.

Ursprünglich stammt dieser Krebs aus dem westlichen Nordamerika. In den 60er jahren wurde er in Europa eingeführt, um den durch die Krebspest dezimierten Edelkrebs zu ersetzen.

Kamberkrebs (Orconectes limosus)

Familie: Cambaridae

JungtierDer Kamberkrebs ist mit 12 cm kleiner als der Signalkrebs. Auch die Scheren werden nicht so groß. Auf der Oberseite des Hinterleibs hat der Kamberkrebs rote Streifen auf jedem Segment. Der Körper ist mit Dornen und Höckern besetzt.

Ursprünglich kommt der Kamberkrebs aus dem Osten der USA. Bereits 1890 wurde er im Odergebiet ausgesetzt und hat sich aufgrund seiner Wanderlust und Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzungen schnell ausgebreitet.